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Landsberg a.Warthe
(Gorzów Wielkopolski)
Die letzte Fahrt der Fichtwerder Fähre
Neumärkische Zeitung  3. Dezember 1929

Die Vorbereitung für die Brückenweihe
Brückendorf, 1. Dezember.

Brückendorf und Louisa sowie das jenseitige Fichtwerder stehen ganz im Zeichen der bevorstehenden Brückenweihe. Jung und alt ist eifrig bemüht, diesem Feste einen seiner Bedeutung entsprechenden äußeren Rahmen zu geben. Hunderte von fleißigen Fingern sind dabei, festliche Girlanden zu wickeln, zu denen das Grün Fuhrenweise herbeigeschafft worden ist. Hundert stattliche Tannen schmücken die Strombrücke bis zu der sie von der Flutbrücke trennenden sog. „Insel“. Auch die Zufahrtstraße zur Strombrücke ist an ihrem Ende an beiden Seiten mit Tanne besetzt. ein gewaltiger Zug von festlich geschmückten Erntewagen der Landwirte und Geschäftswagen der Händler soll gleich nach Freigabe der Brücke diese von hier aus überfahren und so deutlich das große Interesse dokumentieren, das man im mittleren Warthebruch dieser Brücke entgegenbringt. Auch der Fährwächter H. Landt ist dabei, für seine Fähre, die ja nun Dienstag ihre letzte Fahrt antritt, einen würdigen Schmuck bereitzustellen. Jetzt, im Augenblick des endgültigen Abschiednehmens, können sich viele ihrer regelmäßigen Benutzer doch nicht einem leisen Gefühl der Wehmut entziehen. Um 11 Uhr stellt die Fähre den Verkehr ein, um in der „alten Warthe“ Winterquartier zu beziehen.