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Landsberg a.Warthe
(Gorzów Wielkopolski)
Über Ahnenforschung in der Stadtküsterei
Landsberger Generalanzeiger    1937

600 Anträge 1936 bearbeitet.

Das evangelische Gemeindeamt im Gemeindehaus, Schloßstr. 13a, in dem die Kirchenbücher der Landsberger Gemeinden vereinigt sind, hat im vergangenen Jahre nahezu 6000 Anträge bearbeitet, und zwar 4130 schriftliche und 1800 mündliche. Etwa 1600 Anträge wurden erfolglos bearbeitet. Für die übrigen 4330 Anträge wurden insgesamt 8100 Urkunden, zum Zwecke des arischen Nachweises ausgestellt. Darunter waren 6500 gebührenpflichtige und 1600 gebührenfreie Urkunden. Die ältesten Kirchenbücher besitzt die Mariengemeinde. Sie beginnen mit dem Jahre 1576. Leider weist das Trauregister schon zwei Jahrzehnten eine hundertjährige Lücke auf. Das Trauregister von 1599 bis 1699 ist verbrannt. Die Kirchenbücher der Konkordienkirche fangen im Jahre 1711 an. Die Gemeinde selber ist früher gegründet worden, aber die Kirchenbücher von 1708 bis 1711 sind bis auf das Sterberegister der reformierten Pfarrstelle einem Brand zum Opfer gefallen. Die Kirchenbücher der Militärgemeinde, deren älteste Eintragung aus dem Jahre 1844 stammt, werden nicht in Landsberg, sondern in der Sammelstelle für Militärkirchenbücher in der Feldprobstei in Berlin aufbewahrt. In der Friedrichstadtgemeinde gehen die Kirchenbücher bis 1800, in Wepritz bis 1765 zurück. Auch hier hat ein Schadenfeuer die älteren Bücher vernichtet. Das Kirchenbuch des ehemaligen Landarmenhauses wurde 1812 angelegt, die Kirchenbücher der Landesanstaltsgemeinde im Jahre 1888. Die Lutherkirchengemeinde, die erst seit 1908 selbständige Gemeinde wurde, gehörte  noch bis zum Jahre 1929 zur St. Mariengemeinde.