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Landsberg a.Warthe
(Gorzów Wielkopolski)
Das Schönig - Denkmal im Morrner Walde.
Neumärkische Zeitung    3. Dezember 1926

Unweit der von Lipke nach Schwerin führenden Chaussee erhebt sich kurz vor dem Dorfe Morrn zur rechten Hand auf einer Anhöhe inmitten eines Kiefernwäldchens ein schlichtes Grabdenkmal in Form einer eisernen, dreiseitigen Säule. Eine Inschrift auf der Vorderseite des Denkmals berichtet uns, wer hier zur letzten Ruhe gebettet wurde; „Selbstgewählte Grabstätte des Landrates Stephan Christian v. Schöning, Erb- und Gerichtsherr auf Morrn, Alexandersdorf und Johanneswunsch, starb 52 Jahre alt, den 30 Oktober 1802.“ Der hier Bestattete entstammt also dem im 18. Jahrhundert im südlichen Teile des Landsberger Kreises reich begüterten Geschlechte der Schönings; er war ein Sohn des Johann Eberhard Meyer v. Schöning. Letzterer hatte 1768 eine Hälfte Morrns von Friedrich Wilhelm Theodor v. Wreech und Ludwig Alexander v. Wreech gekauft, 1784 erwarb er die andere Hälfte von Christoph Ernst v. Brandt. Johann Eberhard v. Schöning starb am 28. April 1785 im 62. Lebensjahre, seine Gattin, Johanna Christine geb. Rumpf, war ihm am 16. März desselben Jahres in den Tod vorausgegangen. Es beerbten ihn seine drei Söhne. Die hinterlassenen Besitzungen sollten nach seinem Testament in drei Teile zerlegt und dann darum gelost werden. Es erhielt Friedrich Wilhelm Jahnsfelde mit Zubehör, Erberhard Friedrich Gralow mit Anteilen an Zantoch und Pollychen, Stephan Christian Morrn mit Alexandersdorf und Johanneswunsch. Er war also 17 Jahre im Besitz dieser Güter. Nach seinem Tode 1802 erbten die sechs Kinder, veräußerten das Erbe aber im Jahre 1816. So erklärt sich die Inschrift der zweiten Seite des Denkmals, die berichtet, es sei „beim Verkauf des Gutes Morrn von seinen Kindern ihm errichtet 1819“. Möge allezeit der Wunsch erfüllt werden, den die Inschrift auf der dritten Seite enthält: Künftige Besitzer und Einwohner von Morrn, achtet sein Andenken durch Schonung und Erhaltung diese Denkmals.“