[../adb/ihv_1892.html]
[../adb/impressum.html]
[../bilder/ihv.html]
[../stradfen/ihv.html]
[../geschichte/ihv.html]
[./ihv.html]
[Web Creator] [LMSOFT]
Landsberg a.Warthe
(Gorzów Wielkopolski)
Räumung der Kasematten des Hohen Kavaliers
Neumärkische Zeitung    7. März 1931

Im Erdgeschoß des Hohen Kavaliers befinden sich zahlreiche große Räume, die - seitdem sie nicht mehr für militärische Zwecke gebraucht werden - als Lagerräume verpachtet sind. Verschiedene davon sind schon seit einiger Zeit geräumt; nun ist auch den übrigen Pächtern aufgegeben worden, die von ihnen benutzten Räume innerhalb kürzester Frist leer zu machen. Auch in den untersten Gewölben hat man in den letzten Tagen schon Sprengungen vorgenommen, um möglichst schnell den Abbruch zu vollenden. Die für die Niederlegung ursprünglich in Aussicht genommene Frist von fünf Monaten wird nicht ausreichen. Zur Sprengung der starken Mauern nimmt man jetzt größere Munitionsmengen. Die Gesteinstrümmer fliegen daher auch häufig noch über die Straße und die halbe Stadt hinaus. verschiedene der neuen Straßenzüge und auch ältere, ungepflasterte, erhalten durch den beim Abbruch gewonnenen Steinschutt eine erste Befestigung.


Bis Weihnachten verschwunden?
Die letzten Mauern des Hohen Kavaliers sollen bis Weihnachten fallen.
Neumärkische Zeitung    11. September 1931

Die im November vorigen Jahres im Rahmen von Notstandsarbeiten begonnenen Abbrucharbeiten des „Hohen Kavaliers“ schreiten ihrem Ende entgegen. Man hofft, ihn bis zum Schluß des Jahres vollständig abgebrochen zu haben. Zurzeit steht nur noch die hohe Mauer an der kurzen Dammstraße. Bei dem Abbruch hat man unvermutet eine Unmenge großer Feldsteine gefunden; mußte doch 1572 jeder Bauer des Sternberger Landes zwei Mandeln großer Feldsteine unentgeltlich nach Küstrin zum Bau der Festungsmauern bringen. Aus den beim Abbruch gewonnenen Feldsteinen hat die Stadt Kopfsteine schlagen lassen, um Straßen damit zu pflastern. Die Bäckereigasse und die Hälfte der Friedrichstraße sind bereits mit dem neuen Pflaster versehen. Mit dem Schotter der Mauersteine hat man auch viele Straßen im Stadtgebiet  befestigt. Über die Abbruchstelle des „Hohen Kavaliers“ wird eine neue Straße gelegt, die, wie wir bereits meldeten, den Namen Hoher Kavalier erhalten hat. Ein Teil dieser Straße ist bereits in Arbeit. Besonders ist darin der Unterbau der Straßenbahn fast fertig gestellt.


Der Küstriner Katte- Wall erhält drei Zugänge
Neumärkische Zeitung  11. Mai 1929

Der alte Festungswall zwischen Oderstrom und Altstadt ist in diesem Frühjahr von der Stadt zu einer schönen Anlage umgewandelt worden. Zu diesem viel besuchten Kattewall hat die Stadtverwaltung in der Webergasse gute Aufgangstreppen gebaut. Erfreulicherweise hat die Heeresverwaltung nun auch einen Zugang von der Mühlenpforte hinter dem Blockhaus entlang freigegeben. Es wird auch erwogen, einen Zugang vom Kietzer Tor aus zu schaffen. Durch diese beiden Zugänge wird der Kattewall erst zu einem gutbesuchten Spazierwege werden.