Feuer in Egloffstein.
Neumärkische Zeitung 14. September 1926
Gestern Nachmittag gegen 4.15 Uhr zog ein schweres Gewitter über den Ort. Ein Blitzschlag fuhr in das Doppelhaus der Besitzer Wittchen und Polensky und äscherte dasselbe vollständig ein. Ebenso wurde die an das Wohnhaus des Polensky angrenzende Scheune ein Raub der Flammen. Zur Hilfeleistung eilten die Feuerwehren von Roßwiese, Derschau und Blockwinkel herbei. Das Rettungswerk wurde durch den sich stark fühlbar machenden Wassermangel sehr erschwert. Das Wasser mußte vom Roßwieser Friedhof geholt werden.
Die Granower Kirche ausgebrannt
Schwere Unwetter über der nördlichen Neumark
Arnswalde, 18. August.
Neumärkische Zeitung 20. August 1929
Ein schweres Gewitter zog am Sonnabendabend über unsere Stadt und die Umgebung. Es war mit starken Niederschlägen verbunden. Der Blitz schlug verschiedene Male ein. In dem Ort Granow schlug er in die Kirche, die völlig zerstört wurde. Es stehen nur noch die Umfassungsmauern. Die Kirche war im Jahre 1853 erbaut worden. Bereits im Erbauungsjahre wurde die Kirche schon einmal durch Blitzschlag eingeäschert. Weiter zündete ein Schlag in einer Scheune, in der Getreide von 34 Morgen Acker bereits aufgestapelt war. Die Scheune brannte völlig nieder. Die Arnswalder Feuerwehr war u.a. ebenfalls zur Stelle. Die Scheune gehörte dem Gutsbesitzer Goehde.
Der Blitzschlag in die Kirche
Pollychen, 7. Juli
Neumärkische Zeitung 8.Juli 1932
Gegen 3 Uhr nachmittags stand über unserem Dorfe ein schweres Gewitter. Mehrere Schläge fielen entfernter, plötzlich traf jedoch ein Strahl das Gotteshaus. Der Turm, der vollkommen aus Holz besteht und mit Schindeln gedeckt ist, fing in der Spitze Feuer. Zum Glück setzte starker Regen ein, auch war die Ortswehr mit vorbildlicher Schnelle an der Kirche. Schließlich gelang es der hiesigen Wehr doch, unterstütz durch den starken Regen, nach vieler Mühe Herr des Feuers zu werden. Nach ihrem Eintreffen beseitigte die Landsberger Wehr nur noch die Brandreste an der Spitze des Turmes. Bereits im vergangenen Jahre schlug der Blitz in die Kirche ein und richtete erheblichen Schaden an. Nach oberflächlicher Schätzung dürfte der jetzige Schaden aber größer sein, da der Turm und Dach stark beschädigt sind. Die Verhandlungen über eine Blitzschutzanlage für die Kirche hatten sich vom vergangenen Jahre bis jetzt hingezogen. Gestern beschloß nunmehr der Gemeinderat in einer Sitzung, einen Blitzableiter anzulegen; heute traf aber der Blitz zum dritten Male - 1896 zum ersten Male - die Kirche.
Scheunenbrand in Hohenwalde.
Neumärkische Zeitung 3. September 1927
Gestern vormittags um 10 Uhr bemerkten Dorfbewohner, daß aus der Scheune des Gastwirtes Otto Schäm helle Flammen schlugen. Inzwischen war auch der Besitzer darauf aufmerksam geworden und alarmierte die Ortsfeuerwehr, die jedoch dem gierigen Element ziemlich machtlos gegenüberstand. Zur Unterstützung der Ortsfeuerwehr eilten die Wehren aus Marwitz, Tornow, Beyersdorf, Liebenow und Ludwigsruh herbei. Auch die Landsberger Feuerwehr, die fünf Minuten nach der Alarmierung Landsberg verließ, traf nach 21 Minuten ein und gab bereits um 11 Uhr Wasser. Leider war von der Scheune nichts mehr zu retten; sie brannte nieder. Dreschmaschine, Häckselmaschine, Motor, ein Kutschwagen und erhebliche Getreidevorräte sind mitverbrannt. Die Feuerwehren konnten sich nur darauf beschränken, die ziemlich beträchtlichen Mengen Brennholz, die neben der Scheune standen, zu retten. Ein Wohnhaus, in dem die Gebrüder Feldbinder wohnen, war stark gefährdet. Man hatte die Wohnungen vorsichtshalber ausgeräumt und die Sachen auf die Dorfstraße gebracht. Glücklicherweise konnte das Übergreifen des Feuers verhindert werden. Die Scheune war versichert; sie brannte vor 8 Jahren in Jahre 1919, schon einmal ab.
Schloß Kemnath ausgebrannt
Zielenzig, 12. April
Neumärkische Zeitung 13. April 1931
Am Sonnabendnachmittag gegen 2.30 Uhr brach in dem Schloß des Rittergutsbesitzers Wrede in Kemnath Feuer aus. Der Brandherd lag in der Vorratskammer, durch die ein anscheinend defekter Schornstein führte. Sehr schnell waren die Dorfspritzen und die Freiwillige Wehr aus Sternberg erschienen, die aber den Brand nicht eindämmen konnten. Auch unter Leitung des Branddirektors Becker die Zielenziger Motorspritze eingesetzt wurden, war dem Feuer nicht Herr zu werden, so daß trotz der großen Wassermassen, die in das Feuer geschleudert wurden, das Schloß fast bis auf die Umfassungsmauern ausbrannte. Nachts mußte die Zielenziger Automobilspritze nochmals zum Brandherd, da die zurückgelassene Motorspritze das noch mal auflodernde Feuer nicht genügend bekämpfen konnte. Die Löscharbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden.
Das Schloß ist im Jahre 1778 im Schinkelschen Stil erbaut worden. In den großen Holzmassen und den Wandvertäfelungen fand das Feuer reichlich Nahrung. Das Mobiliar und eine wertvolle Briefmarkensammlung konnten fast vollständig gerettet werden. Die Urnensammlung wurde jedoch erheblich in Mitleidenschaft gezogen. An der Brandstelle waren noch die Freiwilligen Feuerwehr Reichen und die Dorfspritzen von Schönwalde, Malsow und Tauerzig erschienen.